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Schwere Unwetter treffen Norditalien nach Hitzesommer

Gewitter, Sturm und Starkregen legten Mailand und Bibione lahm, während Meteorologen für Venetien bis zu 210 Liter Regen pro Quadratmeter vorhersagen.

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Schwere Unwetter treffen Norditalien nach Hitzesommer
SALZBURG24

Chaos in Mailand und Bibione

Am Mittwoch, dem 9. September 2026, zogen heftige Unwetter über weite Teile Norditaliens und sorgten laut SALZBURG24 nach Wochen außergewöhnlicher Hitze für einen spürbaren Temperatureinbruch. Starke Gewitter, stürmische Böen und Starkregen richteten demnach erhebliche Schäden an. Die Stadtverwaltung Mailand ließ vorsorglich alle Parks schließen, um Passanten vor umstürzenden Bäumen und herabfallenden Ästen zu schützen.

Der Schienenverkehr war massiv betroffen. Auf den Strecken zwischen Cremona und Treviglio sowie zwischen Cremona und Brescia fielen laut SALZBURG24 zahlreiche Züge aus, weil abgebrochene Äste die Gleise blockierten. Die Unwetterfront traf auch die Region Friaul-Julisch Venetien, die italienische Nachbarregion Kärntens.

Auch der beliebte Adriastrand Bibione wurde erfasst, wie SALZBURG24 unter Berufung auf vol.at berichtet. Der Himmel über dem Küstenort verdunkelte sich binnen kurzer Zeit, begleitet von kräftigen Windböen, Blitzen, Donner und prasselndem Starkregen. Aus der sommerlichen Strandkulisse wurde demnach innerhalb weniger Minuten eine dunkle Sturmszenerie.

Bis zu 210 Liter Regen möglich

Nach Angaben von wetter.com lag der Niederschlagsschwerpunkt am Mittwoch und Donnerstag in Oberitalien, besonders in den Regionen von Ligurien bis in die Toskana. Der meiste Regen falle dabei über dem Meer und unmittelbar an der Küste, erklärte wetter.com-Meteorologe Gernot Schütz.

Einen zweiten markanten Schwerpunkt sah Schütz in Venetien und Friaul-Julisch Venetien. Nach dem deutschen Wettermodell ICON-EU könnten dort bis Donnerstagabend bis zu 210 Liter Regen pro Quadratmeter zusammenkommen, wobei für Donnerstag allein bis zu 145 Liter in Venetien, 125 Liter in Friaul-Julisch Venetien, 114 Liter in der Toskana und 39 Liter in der Lombardei prognostiziert wurden.

Solche Mengen fallen laut wetter.com nicht flächendeckend, können lokal aber Überflutungen und volllaufende Bäche verursachen. Am Freitag sollte der Regen in einigen Regionen nachlassen, im Nordosten Italiens aber mit bis zu 63 Litern in Venetien und 49 Litern in Friaul-Julisch Venetien kräftig bleiben. Laut ICON-EU verlagere sich der Schwerpunkt danach weiter Richtung Slowenien, Kroatien und Serbien, wobei andere Wettermodelle mit geringeren Niederschlagsmengen rechneten.

Rekordsommer als Vorgeschichte

Der Unwettereinbruch folgte laut SALZBURG24 auf einen historischen Hitzesommer. Nach Angaben des Nationalen Forschungsrats CNR war der Sommer 2026 in Italien der heißeste seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1950, mit einer Durchschnittstemperatur von 24,3 Grad Celsius wurde der bisherige Rekord aus dem Jahr 2003 von 23,6 Grad gebrochen.

Als Höhepunkt nennt SALZBURG24 den August mit einer landesweiten Durchschnittstemperatur von 25,6 Grad. Das habe einem Plus von 5,2 Grad gegenüber dem Mittel der Jahre 1951 bis 1980 entsprochen sowie einer Abweichung von 3,5 Grad im Vergleich zum Referenzzeitraum 1991 bis 2020.

Schwere Unwetter an der Nordadria bei Jesolo am 09.09.2026 #unwetter #gewitter #italien · Unwetter-Freaks · YouTube

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