Duane Davis im Mordfall Tupac Shakur schuldig gesprochen
Eine Jury in Las Vegas verurteilte den früheren Gangführer wegen des Todes des Rappers im Jahr 1996, fast 30 Jahre nach der Tat.
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Der Schuldspruch
Eine Jury im Clark County im US-Bundesstaat Nevada hat den früheren Gangführer Duane "Keffe D" Davis wegen Mordes am Rapper Tupac Shakur schuldig gesprochen. Der 63-Jährige wurde in einem einzigen Anklagepunkt verurteilt: Mord mit einer tödlichen Waffe.
Laut RTE.ie beriet die Jury knapp drei Stunden lang, nachdem ein elftägiger Prozess in einem Gericht in der Innenstadt von Las Vegas zu Ende gegangen war. Die Irish Times spricht von einem wochenlangen Verfahren und einer Beratung von weniger als drei Stunden.
RTE.ie berichtet, dass Davis bei der Urteilsverkündung am 13. Oktober eine Höchststrafe von lebenslanger Haft ohne Möglichkeit einer vorzeitigen Entlassung droht. Laut BBC stand Davis in einem schwarzen Anzug regungslos im Gerichtssaal und kündigte an, in Berufung zu gehen.
Die Tat von 1996
Tupac Shakur wurde am 7. September 1996 in Las Vegas angeschossen. Er hielt an einer roten Ampel, als ein weißer Cadillac neben seinem Wagen stoppte und Schüsse fielen.
Der Rapper starb im Krankenhaus im Alter von 25 Jahren. Die Irish Times schreibt, er sei sechs Tage nach den Schüssen gestorben, der Guardian spricht von wenigen Tagen. Marion "Suge" Knight, Mitgründer des Labels Death Row Records, saß im selben Auto und wurde verletzt, überlebte aber.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft war die Tat Vergeltung dafür, dass Shakur und sein Umfeld Davis' Neffen Orlando "Baby Lane" Anderson zuvor am selben Abend im Hotel MGM Grand verprügelt hatten.
Beweislage und Verteidigung
Das zentrale Beweismittel waren Davis' eigene Aussagen. Er hatte 2008 in einem geheimen Polizeiverhör und später in seinen Memoiren "Compton Street Legend" von 2019 erklärt, er habe im Cadillac gesessen und die Waffe nach hinten weitergereicht.
Die Staatsanwaltschaft spielte laut Guardian acht Stunden Tonaufnahmen aus vier verschiedenen Anlässen ab. Der Guardian nennt 25 Zeugen der Anklage, die Irish Times 24 Zeugen der Anklage und drei der Verteidigung an neun Verhandlungstagen.
Verteidiger Michael Sanft argumentierte, die Geschichten seien nicht durch Beweise belegt und der Fall sei durch Polizeikorruption, Missmanagement und fehlende Akten belastet. Die Staatsanwaltschaft benannte den Schützen nicht; die BBC berichtet, sie habe argumentiert, Anderson habe geschossen. Die drei anderen Männer im Auto sind gestorben.
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