Flugzeugwrack aus 160 Metern Tiefe im Attersee geborgen
Spezialtaucher haben das abgestürzte Schulungsflugzeug samt zwei Toten aus der tiefsten Stelle des oberösterreichischen Sees gehoben.
Bergung nach fünf Tagen
Fünf Tage nach dem Absturz eines Kleinflugzeugs in den Attersee in Österreich ist das Wrack am Montag aus rund 160 Metern Tiefe an Land gebracht worden. Die Maschine lag an der tiefsten Stelle des Gewässers bei Steinbach am Attersee. Die beiden Toten saßen laut bild.de noch in den Pilotensitzen.
Nach Angaben von n-tv.de scheiterten in den Tagen zuvor mehrere Versuche mit einem Tauchroboter, weil dessen Kamera im trüben Wasser keine klaren Bilder lieferte. Das berichtete auch der österreichische Sender ORF. Zuvor war mit Sonargeräten, Tauchern und Tauchrobotern nach dem Wrack gesucht worden.
Schließlich stiegen zwei Taucher einer Spezialfirma in die Tiefe und befestigten Seile am Wrack, wie ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur schilderte. Gegen 14 Uhr wurde das Flugzeug laut bild.de geborgen.
Die beiden Insassen
Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler handelt es sich bei den Toten um einen 24 Jahre alten Fluglehrer und seine 19-jährige Flugschülerin. Beide sind deutsche Staatsangehörige.
Der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet unter Berufung auf eine Polizeisprecherin und einen Sprecher der Staatsanwaltschaft, dass beide aus Nordrhein-Westfalen stammten. Der Mann kam demnach aus dem Kreis Paderborn und lebte zuletzt im österreichischen Bundesland Salzburg, die Frau aus dem Kreis Steinfurt im Münsterland.
Für die endgültige Identifizierung ist nach Angaben der Behörden eine DNA-Analyse nötig. Die Leichen sollen von der Rechtsmedizin formell identifiziert werden.
Offene Absturzursache
Die Ursache des Unglücks ist weiterhin unklar. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft sagte laut Kölner Stadt-Anzeiger, es lägen keine Hinweise vor, diesbezüglich sei noch alles offen. Auch die Polizei machte laut n-tv.de vorerst keine Angaben.
Die einmotorige Propellermaschine war zu einem Übungsflug in Salzburg gestartet. Zum Starttag machen die Quellen unterschiedliche Angaben: bild.de nennt einen Donnerstag, der Kölner Stadt-Anzeiger den vergangenen Mittwoch. Nach Aufzeichnungen der Flugplattform Flightradar24 brach der Kontakt nach etwa einer halben Stunde über dem Attersee ab.
Augenzeugen beobachteten, wie die Maschine ins Trudeln geriet und ins Wasser stürzte. Ein US-amerikanischer Tourist schilderte dem ORF, er habe ein weißes Flugzeug spiralförmig nach unten gehen und auf dem Wasser aufschlagen sehen. Laut n-tv.de handelt es sich nach der Datenbank der österreichischen Flugsicherungsbehörde Austrocontrol um eine Tecnam P2002 JF einer österreichischen Flugschule. Das Wrack wird in Wien untersucht.
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