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Drohnen am Flughafen Leipzig: Zwei Verdächtige identifiziert

Ermittler haben nach Angaben deutscher Medien einen Russen mit lettischem Pass und einen Belarussen mit russischem Pass identifiziert.

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Drohnen am Flughafen Leipzig: Zwei Verdächtige identifiziert
dw.com

Identitäten der Verdächtigen

Die Ermittler haben die Identitäten von zwei Verdächtigen im Fall des mutmaßlichen Sabotageversuchs mit Drohnen am Flughafen Leipzig festgestellt. Das berichteten am Mittwoch, dem 2. September, die Süddeutsche Zeitung sowie die Sender NDR und WDR.

Nach diesen Angaben handelt es sich um einen in Russland geborenen Mann mit lettischer Staatsbürgerschaft und um einen Belarussen mit russischem Pass. Beide sollen hinter dem Versuch eines Angriffs am 4. August stehen.

Der in Russland geborene Mann gilt laut den Berichten als logistischer Organisator und als Ausbilder für den geplanten Angriff. Ihm werden Verbindungen zu russischen Sicherheitsdiensten zugeschrieben.

Spuren und Reisewege

Laut den deutschen Medienberichten reiste der erste Verdächtige Ende Juli über den Flughafen Berlin-Brandenburg ein und fuhr mit einem Mietwagen in Richtung Leipzig. Zwei Tage vor dem geplanten Angriff verließ er Deutschland wieder über denselben Flughafen.

Auf die Spur des zweiten Verdächtigen führten den Ermittlern zufolge DNA-Proben vom Tatort. Sie wurden an einer Drohne, an der Innenseite einer mit Sprengstoff gefüllten Konservendose und an einer Antenne gefunden.

Der Abgleich mit europäischen Datenbanken ergab laut der Deutschen Welle Treffer in Litauen und Finnland. So kamen die Ermittler auf den Mann aus Belarus, der bereits wegen anderer Straftaten vorbestraft ist. Er reiste mit einem italienischen Touristenvisum ein, das Ende April in Minsk ausgestellt worden war. Der finnische Sender Yle nennt für die Visumsvergabe den Monat April und spricht von einem Eintrag in Strafregistern baltischer Staaten.

Der Vorfall vom 4. August

Der mutmaßliche Sabotageversuch richtete sich nach Darstellung der Ermittler gegen ein ukrainisches Frachtflugzeug vom Typ An-124. Beteiligt waren demnach mindestens drei Drohnen.

Eine mit Sprengstoff bestückte Drohne wurde unweit mehrerer ukrainischer Frachtmaschinen entdeckt. Eine zweite prallte wenige Minuten später vermutlich gegen ein Frachtflugzeug des Unternehmens DHL. Die dritte Drohne fand man zehn Tage danach, am 14. August, auf einem Feld westlich des Flughafens, daneben rund 50 Gramm einer Substanz, nach erster Einschätzung Hexogen.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte den Versuch zuvor als professionell geplant und ausgeführt bezeichnet, mit hohem technischem Sachverstand und erheblichem organisatorischem Aufwand. Die unmittelbar Beteiligten nannte er Agenten der untersten Ebene. Ob die mutmaßlichen Täter je zur Verantwortung gezogen werden können, sehen die Ermittler laut n-tv skeptisch.

Reaktion aus Moskau

Der frühere russische Präsident und stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats Dmitri Medwedew erklärte auf Telegram, Deutschland verdiene Schläge gegen Unternehmen, die Waffen für die ukrainische Armee produzieren. Das berichtet die Europäische Prawda.

Medwedew kommentierte damit die Vorwürfe Berlins an Moskau wegen des hybriden Angriffs am Flughafen Leipzig. Den Vorfall nannte er erfunden und sprach von der mildesten Form der Bestrafung für die Sünden der amtierenden deutschen Regierung.

Der Flughafen Leipzig/Halle ist einer der wichtigsten Frachtflughäfen Deutschlands und dient zugleich als großer Logistikknoten für Militärtransporte.

Germany’s Critical Infrastructure Faces Growing Threats From Power Grid To Airports · Times Of India · YouTube

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