Feministin Gloria Steinem stirbt mit 92 Jahren in New York
Die Journalistin und Aktivistin, Mitgründerin des Magazins Ms., starb laut ihrem Instagram-Konto am Mittwoch friedlich in ihrem Zuhause.
· 9 countries

Tod in New York City
Die amerikanische Journalistin und Aktivistin Gloria Steinem ist im Alter von 92 Jahren gestorben. Sie sei am Mittwoch in ihrem Zuhause in New York City "friedlich eingeschlafen, umgeben von einigen der vielen Menschen, die sie liebten", hieß es in einem Beitrag auf ihrem verifizierten Instagram-Konto.
Eine Todesursache wurde nicht genannt. Laut CBS News gab die Gloria Steinem Foundation den Tod am Donnerstagmorgen bekannt.
"Glorias fast ein Jahrhundert auf der Erde waren gut gelebte Jahre, und sie arbeitete bis zum Schluss weiter für die Gleichberechtigung", hieß es in der Mitteilung. Ihre Vertreter baten darum, eine Kerze zu ihren Ehren anzuzünden und an ihre Stiftung zu spenden.
Vom Playboy Club zum Gesicht einer Bewegung
Steinem wurde am 25. März 1934 in Toledo im US-Bundesstaat Ohio geboren. Nach Angaben des Guardian wuchs sie in einem Wohnwagen auf; ihre Mutter Ruth litt an einer psychischen Erkrankung. NBC News berichtet, Steinem habe erst ab elf Jahren regelmäßig die Schule besucht, nachdem sich ihre Eltern getrennt hatten.
1962 erschien laut CNN einer ihrer ersten Artikel im Magazin Esquire, eine Auseinandersetzung mit Verhütung und dem veränderten Sexualverhalten von Studierenden. Ein Jahr später arbeitete sie verdeckt als Bunny im New Yorker Playboy Club von Hugh Hefner und schrieb eine Enthüllungsgeschichte über die Arbeitsbedingungen dort.
Der Guardian nennt eine Dauer von elf Tagen für diesen Einsatz. Steinem schrieb später, der Text habe ihr ernsthafte journalistische Aufträge gekostet, "weil ich nun ein Bunny geworden war, und es spielte keine Rolle, warum".
Ms. Magazine, Auszeichnungen und Reaktionen
Steinem gründete das Magazin Ms. mit und wurde zum Gesicht der zweiten Frauenbewegung. Sie setzte sich für Abtreibungsrechte, Sexualaufklärung und gegen häusliche Gewalt ein. Der Guardian listet zudem ihr Engagement gegen weibliche Genitalverstümmelung sowie für Black Lives Matter, LGBTQ-Rechte und die Times-Up-Bewegung auf; 1984 wurde sie bei einem Protest gegen die Apartheid vor der südafrikanischen Botschaft in Washington festgenommen.
Sie erhielt die Presidential Medal of Freedom, laut CNN im Jahr 2013, dazu den Society of Writers Award der Vereinten Nationen und den National Gay Rights Advocates Award.
Hillary Clinton nannte sie bei "CBS Mornings" "eine der Architektinnen der gesamten Struktur der Gleichberechtigung von Frauen". Sie sei "todtraurig", sagte Clinton und beschrieb Steinem als Optimistin: "Ihr Aktivismus wurzelte im Optimismus, und das ist eine moralische Entscheidung."
More from Donator TRENDS

Brandsätze auf Baustelle von Rohde & Schwarz in München
Das Bayerische Landeskriminalamt vermutet einen Anschlagsversuch auf ein Rüstungsunternehmen und ermittelt wegen eines politischen Hintergrunds.
News
Trump nennt Harrys Umgang mit Charles »ungeheuer respektlos«
US-Präsident Donald Trump äußert sich im Oval Office zur Rückkehr von Prinz Harry und Herzogin Meghan nach Großbritannien.
News
Lotto am Mittwoch: 39 Millionen Euro im Jackpot von 6aus49
Nach der Ziehung vom 29. August blieb die erste Gewinnklasse leer, ein Schein aus Brandenburg verpasste nur die Superzahl.
News
Beisetzung von König Harald: Staatstrauer bis 9. Oktober
Norwegens Königshaus sagt nach der Beerdigung am 9. September einen Monat lang fast alle offiziellen Termine ab.
NewsLotto 6aus49: 39 Millionen Euro im Jackpot am Mittwoch
Nach der Ziehung am 29. August 2026 blieb der Hauptgewinn unbesetzt, für die Mittwochsziehung stehen laut t-online 39 Millionen Euro bereit.
News
Drohnen am Flughafen Leipzig: Zwei Verdächtige identifiziert
Ermittler haben nach Angaben deutscher Medien einen Russen mit lettischem Pass und einen Belarussen mit russischem Pass identifiziert.
News


