Einbruch in Hamburger Grundschule: Unterricht fiel aus
Unbekannte brachen in Hamburg-Altona zahlreiche Klassenräume auf und stahlen elektronische Geräte, rund 500 Kinder waren betroffen.

Der Einbruch in Altona
In eine Grundschule im Hamburger Stadtteil Altona ist in der Nacht zu Mittwoch eingebrochen worden. Unbekannte öffneten nach Angaben der Polizei zahlreiche Klassenräume gewaltsam und stahlen diverse elektronische Geräte.
Entdeckt wurde die Tat laut der Deutschen Presse-Agentur gegen 7.00 Uhr. Die Spurensicherung des Landeskriminalamtes war am Vormittag vor Ort. Die Ermittlungen zu den unbekannten Tätern dauern an.
Der NDR berichtet unter Berufung auf NDR 90,3, dass unter anderem Computer und andere technische Geräte gestohlen wurden. Zudem seien etwa 800 Euro aus einer Klassenkasse entwendet worden. Die dpa meldete dagegen, dass weitere Angaben zum Ausmaß des Schadens oder zur Höhe des Diebesguts zunächst nicht vorlagen.
Folgen für den Schulbetrieb
Der Unterricht am Mittwoch fiel aus, weil die betroffenen Räume Teil der polizeilichen Ermittlungen waren. Die meisten der rund 500 Kinder wurden abgeholt, wie die Hamburger Bildungsbehörde mitteilte.
Rund 100 Kinder wurden nach dpa-Angaben in der Schule notbetreut. Auch der NDR berichtet von einer Notbetreuung.
Am Donnerstag solle der reguläre Schulbetrieb voraussichtlich wieder aufgenommen werden. Ob das gelungen ist, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor.
Serie von Einbrüchen an Hamburger Schulen
Der Fall reiht sich in eine Serie von Einbrüchen und Vandalismus an Hamburger Schulen ein. Seit Jahresbeginn wurden nach Angaben der Finanzbehörde mehr als 40 Einbruchsversuche an Schulen registriert. Die Süddeutsche Zeitung verweist in diesem Zusammenhang auch auf einen Fall von Brandstiftung.
Zuletzt waren unter anderem Schulen in den Stadtteilen Lokstedt und Bergedorf betroffen. Dabei entstanden teilweise erhebliche Schäden an Türen, Fenstern und weiteren Einrichtungen.
Die Stadt hat nach eigenen Angaben die Sicherheitsmaßnahmen an besonders gefährdeten Standorten verstärkt. Dazu zählen Alarmanlagen, Wachdienste und eine verstärkte Polizeipräsenz. Der Senat will an gefährdeten Standorten weitere Alarmanlagen anbringen lassen und ruft Anwohnerinnen und Anwohner dazu auf, Schulen in ihrer Nähe im Blick zu behalten und verdächtige Beobachtungen zu melden.
Wer hinter den Taten steckt und ob es Verbindungen zwischen den einzelnen Fällen gibt, ist bislang nicht bekannt.
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