Streit bei „maischberger“ über Drohnen und Spaltung
Sigmar Gabriel, Ricarda Lang und Ulf Poschardt diskutierten in der ARD-Sendung über den Drohnenvorfall in Leipzig und die Polarisierung im Land.

Die Sendung vom 1. September 2026
In der ARD-Talkshow „maischberger“ ging es am Dienstagabend um die deutsche Reaktion auf hybride Angriffe und um die Polarisierung der Gesellschaft vor den Landtagswahlen. Die Sendung lief laut einer Programmankündigung der ARD um 22:50 Uhr im Ersten.
Zu Gast war der frühere Bundesaußenminister und SPD-Parteivorsitzende Sigmar Gabriel. Über Polarisierung und Meinungsfreiheit sprachen die ehemalige Grünen-Parteivorsitzende Ricarda Lang und der Journalist und Autor Ulf Poschardt.
Kommentiert wurde von Markus Preiß, dem Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, der ZDF-Journalistin Nicole Diekmann und dem Kulturkorrespondenten der „Zeit“, Ijoma Mangold. „maischberger“ ist laut ARD eine Gemeinschaftsproduktion, hergestellt vom WDR in Zusammenarbeit mit der Vincent productions GmbH.
Drohnen am Flughafen Leipzig/Halle
Nach Darstellung von t-online ist die Bundesregierung sich sicher, dass Russland für den gescheiterten Drohnen-Anschlag von Anfang August am Flughafen Leipzig/Halle verantwortlich ist. Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte demnach von einem Land gesprochen, das „tägliches Ziel hybrider Kriegsführung“ sei.
Zu den angekündigten Gegenmaßnahmen zählen laut t-online die Einbestellung des russischen Botschafters sowie die Schließung des Generalkonsulats in Bonn und des Russischen Hauses, einer Kultureinrichtung in Berlin. Das Journalisten-Panel hielt diese Schritte in ihrer Besonnenheit für angemessen.
Preiß sagte demnach: „Ich glaube, dieses Spiel wird sich noch einige Runden weiterdrehen.“ Mangold mahnte an, es beim „fein abgewogenen Instrumentenkasten der Diplomatie“ zu belassen, und warnte: „Ein Hund, den man in die Ecke drängt, der wird unberechenbar.“ Russland befinde sich vor allem wegen des ausbleibenden Durchbruchs im Krieg gegen die Ukraine in einer „Situation totaler Schwäche“.
Gabriels Einschätzung zu Russland
Gabriel äußerte sich laut t-online ähnlich zurückhaltend. „Wir wissen nicht, und das ist sozusagen die Unsicherheit, die wir haben, wie weit sind die Russen bereit zu gehen, welches Risiko wollen sie in Kauf nehmen“, sagte er. Es bestehe die Gefahr eines Kreislaufs, der als einzige Option eine Verschlimmerung zulasse.
Der russische Präsident Wladimir Putin stelle derzeit die Resilienz und den Zusammenhalt der westlichen Gesellschaften und Bündnisse auf die Probe. Beeindrucken lasse er sich vor allem durch ein Zusammenstehen in der Nato und in Europa, so der Vorsitzende der Atlantik-Brücke. Er brachte auch ein entschiedeneres Vorgehen gegen die sogenannte russische Schattenflotte ins Spiel.
Offene Fragen zur Debatte über Spaltung
t-online berichtet unter der Überschrift, Poschardt habe die Grünen scharf angegriffen und Lang habe sofort gekontert. Gestritten worden sei darüber, wer am meisten zur Spaltung in Deutschland beitrage, genannt werden Putin, die AfD, die Grünen und Poschardt selbst.
Welche Argumente in diesem Wortwechsel konkret fielen, geht aus den vorliegenden Berichten nicht hervor. Die vollständige Sendung ist in der ARD Mediathek abrufbar.
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