AfD führt in Mecklenburg-Vorpommern mit 37 Prozent
Eine Forsa-Umfrage für die Ostsee-Zeitung sieht die AfD vor der Landtagswahl am 20. September vorn, die SPD holt auf.
Die Zahlen der Forsa-Umfrage
Die AfD liegt in Mecklenburg-Vorpommern knapp drei Wochen vor der Landtagswahl mit 37 Prozent vorn. Das geht aus einer Umfrage des Instituts Forsa im Auftrag der Ostsee-Zeitung hervor, die am 2. September veröffentlicht wurde.
Auf Platz zwei folgt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig mit 28 Prozent. Die Sozialdemokraten gewannen laut DIE ZEIT im Vergleich zur vorherigen Forsa-Erhebung im Februar fünf Prozentpunkte dazu.
Drittstärkste Kraft wäre die derzeit mitregierende Linke mit elf Prozent. Sie liegt damit vor der CDU, die auf zehn Prozent kommt und gegenüber Februar drei Prozentpunkte verlor. Die Grünen erreichen genau fünf Prozent und würden knapp in den Landtag einziehen, das BSW verfehlt mit vier Prozent den Einzug. Die FDP führt Forsa unter „Sonstige Parteien“.
Schwierige Regierungsbildung
Für eine Alleinregierung reicht es der AfD nach dieser Umfrage nicht, obwohl die Partei nach eigenen Angaben in Mecklenburg-Vorpommern genau das anstrebt, ebenso wie in Sachsen-Anhalt. DIE ZEIT schreibt, das könnte laut den jüngsten Umfragen in beiden Ländern knapp werden.
Rechnerisch wäre ein Bündnis aus AfD und CDU möglich, die CDU hat eine solche Koalition jedoch ausgeschlossen. Eine sogenannte Amsterdam-Koalition aus SPD, Linken und CDU hätte laut fr.de eine stabile Mehrheit, doch die CDU hält auch gegenüber der Linkspartei an einem Unvereinbarkeitsbeschluss fest.
Eine Koalition aus SPD, Linken und Grünen könnte je nach Wahlausgang knapp eine Mehrheit bekommen. Wie die Regierungsbildung am Ende aussieht, ist offen.
Hintergrund und Methodik
Gewählt wird am 20. September im nordöstlichsten Bundesland Deutschlands. In Mecklenburg-Vorpommern regiert seit 1998 die SPD mit wechselnden Koalitionspartnern, seit der Wahl 2021 führt Schwesig eine Koalition mit den Linken von Schwerin aus.
Bei jener Wahl 2021 kam die SPD auf fast 40 Prozent und ließ die AfD deutlich hinter sich. An dieses Ergebnis wird sie nach Einschätzung der ZEIT wohl nicht anschließen können.
Für die repräsentative Erhebung befragte Forsa zwischen dem 21. und 27. August 2026 insgesamt 1.047 Wahlberechtigte. Die statistische Fehlertoleranz gibt fr.de mit plus/minus drei Prozentpunkten an. Umfragen bilden nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung ab und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang. Die Wahl in Mecklenburg-Vorpommern ist eine von fünf Landtagswahlen in diesem Jahr, am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt, am 20. September auch in Berlin.
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