Rentenanpassung 2027: Vorausberechnung nennt 4,4 Prozent
Die Deutsche Rentenversicherung rechnet in ihrer Frühjahrsfinanzschätzung 2026 mit einem Plus zum 1. Juli 2027, beschlossen ist es nicht.
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Die Vorausberechnung
Die Deutsche Rentenversicherung Bund geht in ihrer Frühjahrsfinanzschätzung 2026 für die allgemeine Rentenversicherung vom Mai 2026 davon aus, dass die gesetzlichen Renten zum 1. Juli 2027 um 4,4 Prozent steigen könnten. Das berichten die Mainpost und merkur.de übereinstimmend.
Damit läge das Plus über der Anpassung vom 1. Juli 2026, die 4,24 Prozent betrug. Laut merkur.de wären rund 21,5 Millionen Rentnerinnen und Rentner betroffen.
Der Schätzung liegen laut merkur.de mehrere Annahmen zugrunde: ein Wachstum der Bruttolöhne und -gehälter pro Kopf um 3,2 Prozent, ein Rentenniveau von weiterhin 48 Prozent und ein Beitragssatz von zunächst 18,6 Prozent.
Kein Beschluss, sondern eine Schätzung
Fest steht der Wert nicht. Die Mainpost schreibt, dass die Erhöhung erst im Frühjahr 2027 verbindlich festgelegt wird, wenn die Daten zur Lohnentwicklung 2026 vollständig vorliegen.
Die Deutsche Rentenversicherung erklärt, dass die Höhe der Anpassung in der Regel von der Bundesregierung in einer Verordnung festgelegt wird und der Zustimmung des Bundesrates bedarf. Sie erfolgt immer zum 1. Juli eines Jahres.
Für 2027 gibt es bislang weder einen endgültigen Prozentsatz noch die entsprechende Verordnung, betont merkur.de. Rentner sollten zusätzliche Einnahmen für das kommende Jahr deshalb noch nicht vollständig verplanen.
Rechenbeispiele und die Basis von 2026
merkur.de rechnet vor, was 4,4 Prozent bedeuten würden: Bei 1.000 Euro monatlicher Bruttorente wären es 44 Euro mehr, bei 1.500 Euro 66 Euro, bei 2.000 Euro 88 Euro und bei 2.500 Euro 110 Euro. Vom Bruttobetrag gehen je nach Fall Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge sowie möglicherweise Steuern ab.
Beschlossen ist bisher nur die Anpassung von 2026. Der aktuelle Rentenwert stieg zum 1. Juli 2026 von 40,79 Euro auf 42,52 Euro, die Standardrente damit auf 1.913,40 Euro brutto im Monat. Die Bundesregierung beziffert das Plus der Standardrente auf 77,85 Euro brutto monatlich.
Das Portal Gegen-Hartz.de weist darauf hin, dass diese Standardrente ein Modellfall mit 45 Entgeltpunkten ohne Abschlag ist und weder die Durchschnittsrente noch eine Garantie nach 45 Arbeitsjahren. Wer dauerhaft nur die Hälfte des Durchschnittsentgelts verdient, käme nach 45 Jahren auf 22,5 Entgeltpunkte und damit auf 956,70 Euro brutto.
Die Jahre danach
Für die Folgejahre nennt die Deutsche Rentenversicherung Bund niedrigere Werte: 2,3 Prozent für 2028, 2,8 Prozent für 2029 und 2,9 Prozent für 2030. Diese Steigerungen würden geringer ausfallen als in den vergangenen Jahren.
Solche Modellrechnungen hängen laut merkur.de, das sich auf futurezone.de beruft, stark von Beschäftigung, Lohnentwicklung und wirtschaftlichem Verlauf ab. Gekürzt werden können die Renten nicht: Die Rentengarantie stellt laut der Mainpost sicher, dass der aktuelle Rentenwert auch bei rechnerischer Minderung bestehen bleibt.
Die Mainpost erwähnt zudem neue Regeln zur Entgelthochrechnung, die bereits ab Januar 2027 wirken könnten. Was diese Regeln im Einzelnen bewirken, geht aus den vorliegenden Angaben nicht hervor.
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