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Scalable Capital hebt Tagesgeldzins auf 2,60 Prozent an

Der Münchner Neobroker verzinst Tagesgeld ab dem 1. September mit 2,60 Prozent und startet zugleich ein eigenes Festgeldangebot.

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Scalable Capital hebt Tagesgeldzins auf 2,60 Prozent an
morgenpost.de

Neue Konditionen beim Tagesgeld

Scalable Capital, ein Neobroker mit Sitz in München, verzinst sein Tagesgeldkonto ab dem 1. September mit 2,60 Prozent pro Jahr. Zuvor waren es 2,50 Prozent, wie die Morgenpost und Caschys Blog übereinstimmend berichten.

Der Zinssatz ist variabel und gilt laut Morgenpost ohne Begrenzung des Guthabens. Eine Mindestanlage gibt es nicht.

Die Zinsen werden taggenau berechnet und monatlich gutgeschrieben. Kunden erhalten für das Tagesgeldkonto eine eigene IBAN, über die Ein- und Auszahlungen laufen. Das Geld bleibt jederzeit verfügbar.

Festgeld und Einlagensicherung

Parallel führt das Unternehmen erstmals ein Festgeldangebot ein. Caschys Blog nennt zwei Laufzeiten: 2,75 Prozent pro Jahr über 12 Monate und 3,00 Prozent pro Jahr über 24 Monate. Einen Höchstbetrag gibt es nicht, das Geld ist während der Laufzeit aber gebunden.

Beim Festgeld steht der Zinssatz anders als beim Tagesgeld für die gewählte Laufzeit fest. Wer bereits bei Scalable Capital registriert ist, kann beide Konten ohne neue Identifizierung eröffnen. Auch Festgeldkonten für Kinder sind laut Caschys Blog möglich.

Caschys Blog weist auf einen Punkt hin, den die Morgenpost nicht behandelt: Bei Free-Nutzern liege das Guthaben nicht immer unter deutscher Einlagensicherung, sondern werde zum Teil in Geldmarktfonds geparkt. Nur im kostenpflichtigen Prime+-Abo werde das Geld auf bis zu fünf Banken verteilt und so bis zu fünfmal 100.000 Euro gesetzlich abgesichert.

Vergleich mit anderen Anbietern

Beim regulären Tagesgeldzins liegt Scalable Capital damit vor dem Berliner Konkurrenten Trade Republic. Dieser bietet nach Angaben der Morgenpost derzeit 2,25 Prozent pro Jahr auf das gesamte nicht investierte Guthaben, ebenfalls täglich berechnet und monatlich ausgezahlt. Der Abstand beträgt 0,35 Prozentpunkte.

An die höchsten Angebote im Markt reicht der Neobroker nicht heran. Die Morgenpost nennt die Ikano Bank mit 3,91 Prozent für drei Monate, Chase mit 4,0 Prozent für vier Monate, Revolut mit 4,25 Prozent für bis zu vier Monate und die Sparda-Bank mit 4,0 Prozent für sechs Monate. Diese Spitzenzinsen gelten nur befristet, danach fällt der Satz teilweise deutlich.

Caschys Blog verweist zusätzlich darauf, dass die Inflation in Deutschland im August 2026 nach aktuellen Schätzungen bei 2,9 Prozent lag. Die Anlagen bei Scalable Capital führen real gesehen also teilweise ins Minus. Wie lange die neuen Konditionen gelten, ist den Quellen nicht zu entnehmen.

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