OpenAI bestätigt neue Störung bei ChatGPT und Codex
Auch Claude von Anthropic war betroffen, bei Gemini gab es laut «New York Post» Probleme mit der Programmierschnittstelle.

Erhöhte Fehlerraten bei OpenAI
OpenAI hat am Nachmittag des 3. September 2026 eine Störung bei seinem Chatbot ChatGPT und beim Programmierassistenten Codex bestätigt. Auf der offiziellen Statusseite des Unternehmens ist laut PlayCentral seit 16:58 Uhr ein Vorfall mit dem Titel «Elevated errors across ChatGPT and Codex» eingetragen. Der Status stand auf «Investigating», die Ursache wurde also noch untersucht.
Nach Angaben von PlayCentral sind bei ChatGPT 15 einzelne Komponenten und bei Codex 4 Komponenten als betroffen markiert. Die Klassifizierung lautet «Degraded performance», also eine Verschlechterung des Dienstes und kein vollständiger Totalausfall.
Die Website selbst war zum Zeitpunkt der Meldung erreichbar, mit einer Antwortzeit von rund 73 Millisekunden. Einzelne Funktionen wie das Erzeugen von Antworten können durch die erhöhten Fehlerraten dennoch beeinträchtigt sein. Bei diversen Nutzern erschien laut 20 Minuten beim Besuch von ChatGPT eine 404-Fehlermeldung.
Probleme auch bei Claude und Gemini
Nach Darstellung von 20 Minuten kämpften gleichzeitig mehrere grosse KI-Chatbots mit technischen Problemen. Bei Claude, dem Chatbot des Unternehmens Anthropic, gingen auf der Meldeplattform Downdetector seit etwa 15 Uhr diverse Störungsmeldungen ein.
Anthropic schrieb auf seiner Statusseite, man habe das Problem identifiziert und sei dabei, es zu beheben. Demnach waren zuletzt nur noch die Modelle Opus 4.8 und Opus 5 betroffen, alle anderen Sprachmodelle würden wieder einwandfrei funktionieren.
Bei Gemini, dem Chatbot von Google, lag laut 20 Minuten offenbar ein Problem mit der API vor, also der Schnittstelle zur Einbindung in andere Systeme. Das berichtete unter anderem die «New York Post». Auf seiner Statusseite gibt Google für den Donnerstag allerdings keine Probleme mit der Gemini-API an.
Eigener Vorfall und Verifikationscodes
PlayCentral betont, dass es sich um einen komplett neuen, eigenständigen Vorfall mit eigener Incident-ID handelt und nicht um ein Wiederaufleben der Störung des Work-Modus vom 31. August 2026.
Da die Störung serverseitig bei OpenAI auftritt, helfen Änderungen am Router, am Browser oder am eigenen Konto in der Regel nicht. Nutzern bleibt meist nur, auf die Behebung durch OpenAI zu warten. Wann der Dienst wieder vollständig läuft, ist bislang nicht bekannt.
Unabhängig davon berichtet Caschys Blog von einem weiteren Ärgernis: Einige Nutzer werden mehrmals täglich mit temporären Verifikationscodes von der offiziellen OpenAI-Adresse noreply@tm.openai.com bombardiert, obwohl sie gar kein ChatGPT-Konto besitzen. Betroffen sind dem Bericht zufolge offenbar vor allem Menschen aus Deutschland mit Freemail-Konten bei Anbietern wie Yahoo, GMX.de und Web.de. Die Ursache ist nicht geklärt, Caschys Blog hält es für denkbar, dass Kriminelle oder deren Bots E-Mail-Adressen aus Datenlecks zur Registrierung verwenden.
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