SPD holt in Mecklenburg-Vorpommern auf, CDU bei 8 Prozent
Eine Infratest-dimap-Umfrage für den NDR sieht die SPD von Manuela Schwesig nur noch drei Punkte hinter der AfD, die CDU stürzt ab.

Kopf-an-Kopf-Rennen vor der Landtagswahl
In Mecklenburg-Vorpommern liegt die SPD von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig in einer neuen Umfrage nur noch drei Prozentpunkte hinter der AfD. Das Institut Infratest dimap ermittelte für den Norddeutschen Rundfunk (NDR) 32 Prozent für die Sozialdemokraten und 35 Prozent für die AfD.
Im Vergleich zur Erhebung von Anfang Juli gewinnt die SPD drei Punkte, die AfD verliert einen. Der Tagesspiegel gibt den Juli-Wert der AfD mit 26 Prozent an, während NDR und n-tv nur von einem Punkt Verlust auf 35 Prozent sprechen. Der NDR beschreibt den aktuellen AfD-Wert als Mitte 30 Prozent.
Befragt wurden nach Angaben von n-tv von Mittwoch vergangener Woche bis Montag 1215 Wahlberechtigte im Land. Gewählt wird am 20. September, zeitgleich mit dem Berliner Abgeordnetenhaus.
Absturz der CDU, Zittern bei Grünen und BSW
Die Linke, die mit der SPD regiert, verliert einen Punkt und kommt auf 11 Prozent. Die oppositionelle CDU büßt ebenfalls einen Punkt ein und liegt bei 8 Prozent.
Das wäre laut NDR ein historischer Tiefstand für die Christdemokraten im Land, die bei der Landtagswahl 2021 auf 13,3 Prozent kamen. Der Sender verweist darauf, dass die CDU 1951 in Bremen 9,0 Prozent holte und der Landesverband Mecklenburg-Vorpommern diese Marke unterbieten könnte.
Die Grünen stehen bei 5 Prozent und könnten den Wiedereinzug in den Schweriner Landtag knapp schaffen. Das BSW würde mit 4 Prozent an der Sperrklausel scheitern. Die FDP würde nach Darstellung von n-tv klar scheitern und aus dem Parlament ausscheiden, der Tagesspiegel schreibt, sie werde in der Umfrage nicht ausgewiesen.
Schwesig und mögliche Mehrheiten
Bei einer Direktwahl des Regierungschefs würden sich 60 Prozent für Schwesig entscheiden, 25 Prozent für den AfD-Herausforderer Leif-Erik Holm. 56 Prozent sagen, die SPD sollte die nächste Landesregierung führen, 31 Prozent bevorzugen die AfD.
Mit der Regierungschefin sind 57 Prozent zufrieden, ein Plus von 4 Punkten. Der Tagesspiegel beschreibt Schwesig als seit 2017 amtierend, 52 Jahre alt, frühere Bundesfamilienministerin und SPD-Vize; der Wahlkampf sei ganz auf sie zugeschnitten.
Rechnerisch hätte die bisherige rot-rote Koalition laut n-tv keine Mehrheit mehr, ein Bündnis aus SPD, Linken und Grünen aber schon. Andere Koalitionen abseits der AfD reichten nicht, weil die CDU Bündnisse mit der Linkspartei ausschließt. Wie die Wahl ausgeht, ist offen.
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